Kinodokumentarfilm: Wir sind Juden aus Breslau

Wir sind Juden aus Bres­lau: Über­le­bende Jugend­li­che und ihre Schick­sale nach 1933
Kino­do­ku­men­tar­film von Karin Kaper und Dirk Szuszies

Bun­des­wei­ter Kino­start 17.11.16
Pre­miere in Bonn im Rex-Lichtspieltheater
am Sonn­tag, den 20.11.16 um 15.00 Uhr
»Wei­tere Infor­ma­tio­nen

Sie waren jung, blick­ten erwar­tungs­froh in die Zukunft, fühl­ten sich in Bres­lau, der Stadt mit der damals in Deutsch­land dritt­größ­ten jüdi­schen Gemeinde, behei­ma­tet. Dann kam Hit­ler an die Macht. Ab die­sem Zeit­punkt ver­bin­det diese Her­an­wach­sen­den das gemein­same Schick­sal der Ver­fol­gung durch Nazi-Deutschland als Juden: Man­che muss­ten flie­hen oder ins Exil gehen, einige über­leb­ten das Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger Ausch­witz. Der Hei­mat end­gül­tig beraubt, ent­ka­men sie in alle ret­ten­den Him­mels­rich­tun­gen und bau­ten sich in den USA, Eng­land, Frank­reich, und sogar in Deutsch­land ein neues Leben auf. Nicht wenige haben bei der Grün­dung und dem Auf­bau Isra­els wesent­lich mit­ge­wirkt. 14 Zeit­zeu­gen ste­hen im Mit­tel­punkt des Films. Sie erin­nern nicht nur an ver­gan­gene jüdi­sche Lebens­wel­ten in Bres­lau. Ihre spä­te­ren Erfah­run­gen ver­an­schau­li­chen ein­drück­lich ein facet­ten­rei­ches Gene­ra­tio­nen­por­trät. Einige von ihnen neh­men sogar den Weg in die frü­here Hei­mat auf sich, rei­sen ins heu­tige Wro­cław, wo sie einer
deutsch-polnischen Jugend­gruppe begeg­nen. Gerade in Zei­ten des zuneh­men­den Anti­se­mi­tis­mus schlägt der Film eine emo­tio­nale Brü­cke von der Ver­gan­gen­heit in eine von uns allen ver­ant­wort­lich zu gestal­tende Zukunft. Eine Rolle im Film spielt auch der Wie­der­auf­bau einer jüdi­schen Gemeinde in Wro­cław. Diese Ein­bin­dung macht die Fall­höhe deut­lich, der Kon­trast zum Ver­gan­ge­nen, zum
unwi­der­ruf­lich Ver­lo­re­nen, wird schmerz­haft grö­ßer und deu­tet doch die Mög­lich­keit
eines zar­ten Neu­be­ginns an.

För­de­rer und Koope­ra­ti­ons­part­ner des Film­pro­jekts und Work­shops:
Geför­dert von der Beauf­trag­ten der Bun­des­re­gie­rung für Kul­tur und Medien auf­grund eines
Beschlus­ses des Deut­schen Bun­des­ta­ges, Robert Bosch Stif­tung, ZEIT-Stiftung Ebe­lin und Gerd
Bucerius, Aus­wär­ti­ges Amt, Gesell­schaft zur För­de­rung Jüdi­scher Kul­tur und Tra­di­tion e.V,
Jüdi­sche Kul­tur­tage Ber­lin 2016, Deutsch-Polnische Wis­sen­schafts­stif­tung, Deutsch-Polnisches
Jugend­werk und Bethe-Stiftung im Pro­gramm „Wege zur Erin­ne­rung“, Tönn­jes E.A.S.T.,
Ursula Lachnit-Fixson-Stiftung, Stadt Wro­cław, Stif­tung Zukunft Ber­lin, Stif­tung Denk­mal für
die ermor­de­ten Juden Europas

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